was kostet ein hausmeisterservice?
Hausmeisterservice wird auf drei Arten abgerechnet: als Monatspauschale für laufende Betreuung, nach Stundensatz plus Material für einzelne Arbeiten, oder als Festpreis nach Besichtigung bei planbaren Aufträgen wie Entrümpelung und Grünpflege.
Inhalt
- 01 Die drei Abrechnungsmodelle
- 02 Was den Preis tatsächlich treibt
- 03 Welche Kosten sind auf Mieter umlagefähig?
- 04 Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
Die drei Abrechnungsmodelle
Wer nach Preisen für einen Hausmeisterservice sucht, findet meist Stundensätze — und die sagen für sich genommen wenig. Entscheidend ist, welches der drei Modelle zu Ihrem Objekt passt.
Die Monatspauschale ist das Modell für laufende Betreuung. Sie vereinbaren einen festen Leistungsumfang in einem festen Turnus und zahlen dafür jeden Monat denselben Betrag. Der Vorteil liegt in der Planbarkeit — für die Nebenkostenabrechnung und für Ihre eigene Kalkulation.
Der Stundensatz plus Material passt für Arbeiten, deren Umfang sich vorher nicht sicher bestimmen lässt: Kleinreparaturen, Montage, alles, wo man erst beim Öffnen sieht, was dahintersteckt. Achten Sie darauf, wie abgerechnet wird — im Viertelstundentakt oder in vollen angefangenen Stunden macht bei kleinen Aufträgen einen erheblichen Unterschied.
Der Festpreis nach Besichtigung ist das Modell für alles, was man vorher anschauen kann: Entrümpelung, Abbruch, Grundstücksfreischnitt, Grundreinigung. Wenn ein Anbieter am Telefon einen Festpreis nennt, ohne das Objekt gesehen zu haben, ist entweder der Preis großzügig kalkuliert oder er wird später korrigiert.
Was den Preis tatsächlich treibt
Der größte Kostenfaktor ist selten die eigentliche Arbeit, sondern der Zugang. Eine Vier-Zimmer-Wohnung im dritten Obergeschoss ohne Aufzug, in einer Altstadtgasse ohne Halteverbot, kostet ein Vielfaches derselben Wohnung im Erdgeschoss mit Hofzufahrt. Dasselbe gilt für den Container beim Abbruch: Wenn er nicht aufs Grundstück passt, braucht es eine Sondernutzungserlaubnis und kürzere Wege.
Der zweite Faktor ist die Entsorgung. Bei Entrümpelung und Rückbau macht die Deponie oft mehr als die Hälfte der Rechnung aus. Deshalb lohnt sich sortenreine Trennung, und deshalb sollten Arbeit und Entsorgung im Angebot getrennt ausgewiesen sein — sonst können Sie zwei Angebote nicht vergleichen.
Der dritte Faktor ist die Anfahrt. Bei einem Objekt in einem kleinen Ort abseits der Hauptstrecke schlägt eine einzelne Anfahrt für eine Kleinigkeit unverhältnismäßig zu Buche. Sammeln Sie kleine Arbeiten und lassen Sie sie in einem Termin erledigen.
Welche Kosten sind auf Mieter umlagefähig?
Nach §2 Nr. 14 der Betriebskostenverordnung sind die Kosten der Hauswartung umlagefähig — allerdings nur der Teil, der auf laufende Betreuung entfällt. Instandhaltung, Instandsetzung und Verwaltungstätigkeiten müssen herausgerechnet werden. Eine Rechnung, die alles in einer Summe zusammenfasst, ist deshalb für die Nebenkostenabrechnung unbrauchbar.
Gebäudereinigung, also auch die Treppenhausreinigung, fällt unter §2 Nr. 9 BetrKV und ist umlagefähig. Winterdienst wird üblicherweise über die Straßenreinigung nach §2 Nr. 8 BetrKV abgerechnet. In beiden Fällen muss die Umlage im Mietvertrag vereinbart sein.
Praktischer Hinweis: Bitten Sie Ihren Dienstleister um eine Rechnung, die die umlagefähigen von den nicht umlagefähigen Positionen trennt. Das ist kein Sonderwunsch, sondern die Grundlage einer Abrechnung, die einer Prüfung standhält.
Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen
Ein gutes Angebot benennt den Leistungsumfang als Liste, nicht als Sammelbegriff. „Objektbetreuung“ ist keine Leistungsbeschreibung; „vierzehntägige Begehung mit Fotoprotokoll, Kontrolle von Beleuchtung und Entwässerung, Mülltonnenstellung“ ist eine.
Es nennt außerdem den Turnus, die Kündigungsfrist und die Frage, was bei zusätzlichen Einsätzen gilt. Und es weist Material und Entsorgung getrennt aus. Fehlt eines davon, fragen Sie nach — die Antwort sagt Ihnen viel über den Betrieb.
Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Die genannten Vorschriften sind der Stand bei Veröffentlichung; kommunale Satzungen weichen ab. Im Zweifel gilt die Satzung Ihrer Gemeinde.
häufige fragen
Gibt es Pauschalpreise pro Quadratmeter?
Für Treppenhausreinigung und Winterdienst wird häufig nach Fläche kalkuliert, für Hausmeisterservice fast nie — dort zählen Einheiten, Turnus und Umfang. Ein Quadratmeterpreis für „Hausmeisterservice“ ist meistens ein Lockangebot.
Ist ein Jahresvertrag günstiger?
In der Regel ja, weil der Dienstleister planen kann. Achten Sie aber auf die Kündigungsfrist: Ein günstiger Preis mit zwölfmonatiger Bindung ist teuer, wenn die Leistung nicht stimmt.
Noch Fragen dazu?
Rufen Sie an. Wir sagen Ihnen auch dann, was zu tun ist, wenn daraus kein Auftrag wird.
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